Leer gefegte Stationen, erschöpfte Gesichter – und kein Ende in Sicht.

von Marcus Woggesin – 06. Januar 2026

Die Warnungen sind nicht neu, doch sie verhallen ungehört. Die Realität der Pflege ist kein temporärer Ausnahmezustand mehr, sie ist der Dauerzustand geworden. Ein System, das nicht am Limit arbeitet, sondern dieses längst überschritten hat und sich im freien Fall befindet.

Die Versprechungen von Verbesserung? Leere Worthülsen. Statt Entlastung kommen mehr Aufgaben, mehr Bürokratie, mehr ungedeckte Stellen. Die Folge: Eine kollektive Erschöpfung. Erfahrene Kräfte verlassen den Beruf, Neue strömen nicht nach. Die Lücke klafft immer weiter.

Es ist kein Personalmangel. Es ist ein politisch billigend in Kauf genommener Kollaps. Die Wertschätzung besteht aus Applaus und Lippenbekenntnissen, während die Verantwortung auf den Schultern der Einzelnen abgeladen wird.

Doch wo das System versagt, müssen individuelle Lösungen greifen. Plattformen wie therapeut24 bieten zumindest einen mentalen Rettungsanker: psychologische Gespräche, sofort und diskret, ohne monatelange Wartezeiten und ohne jeden Eintrag in die Patientenakte. Eine sofortige Entlastung, die das systemische Versagen jedoch nicht entschuldigt.

Dieser Zustand ist keine Naturkatastrophe. Er ist hausgemacht. Und er wird so lange eskalieren, bis die Politik endlich handelt – nicht mit Kosmetik, sondern mit radikalen Veränderungen in Bezahlung, Personalbemessung und Arbeitsbedingungen. Private Lösungen können nur die Symptome lindern. Die Heilung muss das System selbst leisten. Alles andere ist unterlassene Hilfeleistung.