Warum dein Körper auch in Pausen nicht loslässt

von Ulrike Braak – 28. März 2026

Viele Menschen mit chronischen Beschwerden kennen das:
Selbst im Sitzen oder Liegen bleibt Spannung spürbar. Der Körper kommt scheinbar nicht wirklich zur Ruhe — obwohl eigentlich Zeit für Entspannung da wäre.

Oft geht es dabei weniger um einzelne Muskeln, sondern um das Nervensystem. Wenn der Organismus über längere Zeit Belastung, Schmerzen oder anhaltenden Stress erlebt hat, bleibt er innerlich wachsam. Spannung wird dann zu einem Schutzmechanismus, nicht zu einem Fehler.

Der Körper versucht nicht, schwierig zu sein.
Er versucht, Sicherheit herzustellen.

In meiner Arbeit setze ich deshalb nicht auf Druck oder „richtiges Entspannen“, sondern auf einen behutsamen Zugang:

• sanfte yogatherapeutische Impulse, die den Körper ohne Überforderung ansprechen
• achtsam geführte Atemräume, die Regulation ermöglichen
• Entspannungssequenzen, die Schritt für Schritt wieder Vertrauen entstehen lassen
• systemisches Einordnen der eigenen Lebenssituation, damit körperliche Reaktionen verständlich werden

Wenn das Nervensystem neue Erfahrungen von Sicherheit machen darf, entsteht oft etwas Entscheidendes: Der Körper beginnt von selbst loszulassen.

Nicht durch Anstrengung — sondern durch Verständnis, Wahrnehmung und kleine, stimmige Schritte.

Vielleicht ist genau das der erste hilfreiche Gedanke:
Du musst Entspannung nicht erzwingen.
Dein Körper darf sie wieder lernen.