Dein zukünftiges Ich lacht sich kaputt! Teil 3

von Bettina Rodowski – 05. März 2026

In den vorangegangenen Beiträgen beschäftigen wir uns damit, was es wirklich bedeutet, „würdig zu werden“.
Nachdem wir geklärt haben, was das nicht heißt – und was wir tatsächlich meinen – ist es jetzt Zeit, diesen Gedanken in die Praxis zu bringen… und im Alltag zu testen.

Stell dir den ersten Moment des Tages vor, wenn du die Augen aufschlägst. Welche Gedanken spielen in deinem Kopf? Sind sie inspiriert, voller Tatendrang und Intention? Oder eher eine Mischung aus ewigen Sorgen, To-do-Listen und dem Klassiker: „Warum passiert eigentlich nichts, obwohl ich alles so richtig mache?“ Ach ja – und bevor du überhaupt einen Fuß aus dem Bett setzt, greifst du schon nach deinem Handy. Na, das machen doch alle…

Nehmen wir an, du hast dir vorgenommen, deinen Tag als Schöpfer deines Lebens zu starten. Du wolltest schon längst diese Morgen-Geh-Hypnose ausprobieren – täglich, pünktlich, voller Energie. Und was passiert? Der Wecker klingelt, noch bevor die Sonne überhaupt müde gähnt, und du denkst: „Zu früh. Zu kalt. Mein Bett ist so bequem. Mein Rücken tut weh. Ich fange morgen an.“ Klassisch.

Genau hier zeigt sich, warum Selbstbewusstsein beim Aufwachen so wichtig ist. Ohne es ist die Vorhersage klar: du bleibst liegen. Punkt. Neue Entscheidungen? Ach, die redest du dir schnell aus. Aber stell dir vor, du übst das schon eine Weile. Du merkst deine alten Muster – die kleinen Saboteure im Kopf – und beginnst, ihnen den Saft abzudrehen. Eines Tages klingelt der Wecker und – Überraschung – du drückst nicht auf Schlummer. Du scrollst nicht stundenlang durch Instagram. Heute ist der Tag, an dem du die Verabredung mit dir selbst einhältst.

Du gehst nach draußen, ohne Plan, ohne Garantie, dass irgendetwas passiert. Du bist Forscher/in deines eigenen Lebens, und dein Experiment heißt: „Was passiert, wenn ich meine Gedanken, Gefühle und Handlungen ändere?“

Bevor du losgehst, ein paar Fragen für die Geh-Hypnose:

Wen lasse ich hinter mir, wenn ich jetzt losgehe?
Wer will ich nicht mehr sein, wenn ich die Augen öffne?
Durch wessen Augen werde ich schauen?
Wer will ich werden?
Schuhe geschnürt, Kopfhörer auf, Intentionen gesetzt – bereit. Die Augen schließen, Energie verändern, und los geht’s mit der Geh-Hypnose.

Dieses Ritual ist kein Spaziergang mit schöner Aussicht. Es ist ein Werkzeug der Transformation. Es geht nicht darum, am Ende des Tages dieselbe alte Version von dir zu sein. Es geht darum, mit geschlossenen Augen zu üben, die Zukunft zu fühlen – und mit offenen Augen in dieser Energie zu wandeln.

Du zeigst der Welt: „Hier bin ich. Ich glaube an mich. Ich bin würdig.“ Und je öfter du das machst, desto mehr wird dieses Gefühl zur Gewohnheit. Die Schlummertaste? Lachhaft. Dein zukünftiges Ich bedankt sich schon mal für das frühe Aufstehen.

Wenn du die Geh-Hypnose übst, verschiebst du den Fokus von Ergebnissen auf Bemühung, von Wünschen auf Handeln, von Ausreden auf Disziplin.

Deine Komfortzone wird nach dir schreien: Bequemes Bett, blinkendes Handy, das süße Gift von „morgen fang ich an“ – alles da. Aber jedes Mal, wenn diese Gedanken kommen, frage dich: Macht das jemand, der sich wirklich würdig fühlt?

Also los, steh auf, geh raus – und zeig deinem zukünftigen Ich, dass du es ernst meinst. Es wird lachen… und sich freuen, dass du endlich Gestalter deines Lebens bist.